ERLEBNIS-WORKSHOP "K.I. und Trauma"

Wunderwaffe Körperintelligenz: Alltag, Beziehungen und Konflikte

In unserem Körper sind alle gemachten, traumatischen Erfahrungen als Blockade abgespeichert, sofern das Erlebte nicht entsprechend verarbeitet wurde und sich ausdrücken/zeigen konnte. Wilde Tiere z.B. zittern ihren Schock und ihre Todesangst nach einem überlebten Angriff heraus. Das ist ein automatischer und natürlicher Mechanismus zur Selbstregulierung. Wir Menschen haben diesen Reflex nicht zwangsweise, da traumatische Begegnungen komplexer auf unseren Körper und unser Wesen einwirken. In der Folge bleiben die zum Überleben aufgebrachten Kräfte und Energien stecken und zeigen sich meistens als körperliche Symptome, emotionale Überforderung und oder mangelnde Fähigkeit zur Selbstregulation. Der Körper vergisst nichts, lügt nie und kann vor allem auch nicht zwischen Vergangenheit und Gegenwart unterscheiden. Da er vom Gehirn mit den entsprechenden Handlungsanweisungen versorgt wird, entscheidet das eigene Interpretieren einer Situation darüber und unser Gefühl dazu, welche Hormone und Botenstoffe ausgeschüttet werden... die für Stress, für instinktives Überleben, die für Entspannung, für Freude, für Angst usw. Es ist daher sehr wichtig spüren und verstehen zu lernen, was die eigenen Körper-Signale bedeuten, worauf sie hinweisen, wie Unstimmigkeiten zwischen dem eigenen Erleben und der Umwelt zu erkennen sind und wie wir uns selbst regulieren können.

Wie wirken sich traumatische Erfahrungen auf den Körper aus?

Das kann sich ganz individuell zeigen. Es gibt aber eine Reihe von wahrscheinlichen Symptomen, die ich in der nachfolgenden, beispielhaftenÜbersicht aufliste:

  • Überspannung im Körper, der Wachsamkeit (Schreckhaftigkeit, keine Entspannung möglich, angespannter Körper, immer in Hab-Acht-Haltung, Überaktivität, Stimmungsschwankungen)

  • Wut, Rage, Aggression, Kontrollverluste oder massiver Kontrollzwang, Panikattacken, hysterische Phasen

  • Mangelnde oder nicht entwickelte Selbstregulation

  • Gefühle werden konstruiert und gedacht, aber nicht gefühlt

  • Antriebslosigkeit, mangelnde oder fehlende Beweglichkeit

  • Überforderung und fehlende Alltagsbelastbarkeit

  • Dissoziation (sich berieseln lassen, sich innerlich abspalten)

  • Übermäßige oder nicht entwickelte Empathie

  • Suchttendenzen (Rauschgift, Nikotin, Schlaf, Sex, Essen, Aufmerksamkeit, Serienstream, Shoppen, Zocken, Drama uvm.)

  • Schlafstörungen (Unruhe, Einschlafprobleme, Albträume usw.)

  • Destruktive Beziehungsmuster (Co-Abhängigkeit, Echoismus, Narzissmus, Manipulation, Ignoranz usw.)

  • Angst und Unsicherheit vor Begegnung und Kontakt mit Anderen

  • Mangelnde Konfliktfähigkeit

  • Probleme mit Nähe und Distanz, Abgrenzung und Grenzüberschreitung

  • Schuld und Schamgefühle, Wertlosigkeitsempfinden

  • Opfer- oder Täterhaltung (Selbstaufgabe, Abgabe von Verantwortung, Schuld im Außen)

  • Unbewusste Wiederholung der erlebten Traumata

 

Die Liste ist bei Weitem nicht vollständig und nur ein kleiner Auszug von dem, was möglich ist als Traumafolge-Erscheinung.

Was heißt Körperintelligenz überhaupt?

Unser Körper ist nicht nur eine physische Erscheinung, er ist unser Werkzeug, auf vielen, nicht sichtbaren Ebenen wahrzunehmen, zu spüren und sich zu verbinden. Das bezieht sich auf die Sinne, die Wahrnehmung der Umwelt, anderer Menschen, die zwischenmenschlichen Ebenen, Gefühle, Bewusstseinsebenen usw.) Aus all dem setzt sich die Körperintelligenz eines jeden Menschen zusammen, die von Geburt an vorhanden ist. Im Laufe unseres Lebens und unserer Prägungen, die wir erfahren, verlernen und vergessen wir sie jedoch meistens.

Was bietet dir der Workshop?

Der Workshop bietet die Gelegenheit, sich der eigenen Körperintelligenz wieder bewusst zu werden (sie zu erinnern), sich damit auszuprobieren und die eigene „Mitte“ wiederzufinden. Durch die Übungen mit den anderen Teilnehmenden entsteht ein geschützter Raum, um seine bisherigen Muster zu erkennen und spielerisch zu verändern. Dabei werden alle aufkommenden Unsicherheiten, Ängste und Befürchtungen liebevoll begleitet.

Es entsteht fast automatisch mehr eigene Präsenz, Abgrenzung, Wahrhaftigkeit, Wertschätzung, Vertrauen in die eigene Intuition, Selbstwirksamkeit, Entschlossenheit und Widerstandskraft. Die Themen aller Teilnehmenden werden in massiver Selbsterfahrung individuell angeschaut, trainiert und erfahrbar gemacht, sodass ein maximal nachhaltiger Nutzen für den eigenen Alltag entsteht.

Workshop-Infos im Überblick

Termine und Anmeldefristen:

13.-14. Juni 2020 (Anmeldung bis spätestens 29.05.)

22.-23. August 2020 (Anmeldung bis spätestens 03.08.)

19.-20. Dezember 2020 (Anmeldung bis spätestens 02.12.)


Wichtig: Die Teilnehmer*innen-Anzahl pro Workshop ist auf 12 – max. 14 Personen limitiert.

Anmeldung gern telefonisch (01741974633) oder per Mail (traumawelten@web.de)

 

Investition:

Die Workshops haben einen Wert von je 495 Euro. Du erhältst die Möglichkeit teilzunehmen für

​Normal:    255 Euro

Ermäßigt: 185 Euro für dein*e Partner*in, Freund*in oder Verwandte

               145 Euro für Klientinnen und als Wiederholer*innen

               125 Euro bei außergewöhnlichen Lebensumständen (nach Absprache)

 

Spielregeln:

Während der gesamten Zeit gelten für den Workshop und im Kontakt mit anderen folgende Regeln:

Freiwilligkeit: Alles im Workshop ist freiwillig. Wer eine bestimmte Übung nicht mitmachen möchte, kann solange aussetzen oder diese so verändern, dass es sich passend anfühlt.

Selbstverantwortung: Jeder im Workshop ist selbstverantwortlich für sich und sein Handeln.

Einlassung: Sich auf die Übungen und die damit verbundenen Erfahrungen einlassen.

Respektvoller Umgang: Wir nutzen die Kontakte/ Begegnungen im Workshop als Spiegel dessen, was in uns selbst ist. Was mir dabei begegnet und was es mit mir macht, hat in erster Linie mit mir zu tun; ich mache andere nicht dafür verantwortlich.

Sicherheit: Den Sicherheitsanweisungen der Übungsleiter ist Folge zu leisten. Die Übungsleiter übernehmen keine Haftung für jegliche Unfälle und Verletzungen die durch oder während des Trainings entstehen.

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